Tauchst du in ChatGPT auf? So testest du deine KI-Sichtbarkeit in 15 Minuten

Die meisten Unternehmen wissen nicht einmal, ob die KI sie kennt. Dabei ist der Check schnell gemacht: Mit ein paar gezielten Fragen an ChatGPT, Gemini und Perplexity findest du in einer Viertelstunde heraus, wo du stehst. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den Selbsttest – mit Prompt-Vorlagen zum Kopieren und einer einfachen Tracking-Tabelle.

Eine Checkliste mit Prompts zum Testen der eigenen Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen

Der blinde Fleck der meisten Unternehmen

Die meisten Inhaber können dir auf Anhieb sagen, wo sie bei Google für ihre wichtigsten Begriffe stehen. Aber frag sie, ob ChatGPT sie empfiehlt – und du erntest ein Schulterzucken. “Keine Ahnung, das habe ich noch nie geprüft.”

Das ist verständlich, aber riskant. Denn während du es nicht weißt, treffen deine potenziellen Kunden bereits Entscheidungen auf Basis dessen, was die KI ihnen sagt. Über 80 Prozent der Deutschen haben laut Media Perspektiven (April 2026) KI bereits zur Informationssuche genutzt.

Die gute Nachricht: Du musst nicht im Dunkeln tappen. Ein erster, aussagekräftiger Selbsttest dauert etwa 15 Minuten und kostet nichts außer ein bisschen Mut zur Wahrheit. Diese Anleitung führt dich durch.

Was du brauchst

Nur drei Dinge: Zugang zu ChatGPT, Google Gemini und Perplexity (alle drei haben kostenlose Versionen, die für den Test genügen), eine leere Tabelle (Excel, Google Sheets oder Papier) und 15 Minuten Ruhe.

Ein Tipp vorab: Nutze möglichst einen frischen oder ausgeloggten Browser-Tab bzw. den Gastmodus. So bekommst du Antworten, die nicht durch deinen persönlichen Verlauf gefärbt sind.

Schritt 1: Denk wie deine Kunden (3 Minuten)

Bevor du tippst, überlege: Wie würde ein Mensch, der dich noch nicht kennt, nach einem Anbieter wie dir fragen? Niemand fragt die KI nach deinem Firmennamen – das wäre kein echter Test. Die spannende Frage ist die unvoreingenommene Suche.

Formuliere 5–6 solcher Fragen. Hier sind Vorlagen zum Kopieren und Anpassen:

“Welche [Branche] in [Stadt] kannst du empfehlen?”

“Ich suche eine gute [Branche] in der Nähe von [Stadtteil/Ort]. Wen empfiehlst du?”

“Wer ist die beste Adresse für [konkrete Leistung] in [Stadt]?”

“Ich brauche [Problem/Anlass] – welcher Anbieter in [Region] hilft mir?”

“Worauf sollte ich bei der Auswahl einer [Branche] in [Stadt] achten, und welche werden empfohlen?”

Beispiel für eine Fahrschule in Köln: “Welche Fahrschule in Köln-Ehrenfeld kannst du empfehlen?” Für ein Restaurant: “Wo gehe ich in Düsseldorf am besten italienisch essen?”

Schritt 2: Stell die Fragen in allen drei KIs (8 Minuten)

Jetzt geht’s los. Nimm deine erste Frage und stelle sie nacheinander in ChatGPT, Gemini und Perplexity. Für jede Antwort notierst du drei Dinge:

Wirst du genannt? Ja oder nein.

An welcher Stelle? Als erste Empfehlung, irgendwo in der Mitte, oder nur am Rande?

Stimmen die Infos? Prüfe, ob das, was die KI über dich sagt, korrekt ist – Leistungen, Standort, Schwerpunkte. Falsche Informationen sind fast so schädlich wie gar keine.

Notiere außerdem, wer sonst genannt wird – das sind die Wettbewerber, die die KI gerade für vertrauenswürdiger hält als dich. Eine wertvolle Information.

Wiederhole das für alle 5–6 Fragen. Eine einfache Tabelle hilft beim Überblick:

Tabelle: Schritt 2: Stell die Fragen in allen drei KIs (8 Minuten)
FrageKIGenannt?PositionInfos korrekt?Wer sonst?
Welche [Branche] in [Stadt]?ChatGPT
Welche [Branche] in [Stadt]?Gemini
Welche [Branche] in [Stadt]?Perplexity

Schritt 3: Berechne deinen Baseline-Score (2 Minuten)

Zähl zusammen: In wie vielen der getesteten Antworten wurdest du genannt? Schreib es als einfachen Wert auf, zum Beispiel “3 von 18” (6 Fragen × 3 KIs). Das ist dein Baseline-Score – dein ehrliches Vorher-Bild.

Mach am besten ein paar Screenshots der Antworten. Sie sind dein Beweismaterial für den Vorher-Nachher-Vergleich in einigen Monaten.

Und ordne dein Ergebnis richtig ein: Wenn du selten oder gar nicht auftauchst, bist du in bester Gesellschaft – eine Victorious-Studie vom Mai 2026 fand, dass rund 90 Prozent der Marken in KI-Antworten praktisch gar nicht genannt werden. Das ist kein Grund zur Verzweiflung, sondern dein Ausgangspunkt.

Was die Zahlen dir sagen

Ein paar Hinweise zur Interpretation, damit du keine falschen Schlüsse ziehst:

Schwankungen sind normal. KI-Antworten sind nicht in Stein gemeißelt. Dieselbe Frage kann morgen anders beantwortet werden. Deshalb zählt der Trend über mehrere Fragen und über die Zeit – nicht die einzelne Momentaufnahme.

Falsche Infos sind ein eigenes Problem. Wenn die KI dich nennt, aber Unsinn über dich erzählt, ist das ein Signal, dass deine Informationen im Netz unklar oder widersprüchlich sind. Das lässt sich gezielt beheben.

Der Wettbewerber-Blick ist Gold wert. Die Namen, die statt deiner auftauchen, zeigen dir, an wem du dich orientieren kannst – und wer gerade die Aufmerksamkeit bekommt, die dir entgeht.

Die wenigen Kennzahlen, die wirklich zählen

Du musst kein aufwändiges Dashboard bauen. Für regionale Betriebe reichen ein paar einfache Werte, die du einmal im Monat in deine Tabelle einträgst:

Dein KI-Score: Wirst du bei deinen Kernfragen genannt? (z. B. von 2/18 auf 6/18 über drei Monate.)

Markensuchen: Suchen mehr Menschen direkt nach deinem Namen? Das siehst du kostenlos in der Google Search Console.

Neue Anfragen & ihre Herkunft: Frag neue Kunden im Erstgespräch: “Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?” Die Antworten sind oft aufschlussreicher als jedes Tool.

Mehr braucht es zu Beginn nicht. Drei Werte, die du durchhältst, sind besser als zwanzig, die du nach zwei Wochen aufgibst.

Setz dir eine Erinnerung – und wiederhole den Test

Der eigentliche Wert entsteht durch Wiederholung. Blocke dir einen festen Termin im Kalender, zum Beispiel jeden Monatsanfang, und stelle dieselben Fragen erneut. So siehst du schwarz auf weiß, ob deine Maßnahmen wirken – und kannst gegensteuern, wenn nichts passiert.

Du willst den Test nicht selbst machen?

Der Selbsttest ist bewusst so gestaltet, dass du ihn alleine schaffst. Aber Hand aufs Herz: Im Alltag bleibt selten Zeit, ihn monatlich diszipliniert zu wiederholen und die Ergebnisse in echte Maßnahmen zu übersetzen.

Genau hier setzt regionalflat.de an. Wir machen den KI-Sichtbarkeits-Check für dich, liefern dir einen verständlichen Report mit deinem Status und deinen Wettbewerbern – und bauen anschließend die Sichtbarkeit systematisch auf.

Tabelle: Du willst den Test nicht selbst machen?
PaketStarterProfessionalPremium
Monatspreis299 €499 €799 €
KI-Sichtbarkeits-Checkals Basisals Basisals Basis
Profile & Brancheneinträge *154060+
KI-Texte pro Monat248
Bewertungs-ManagementStarthilfeaktivaktiv
Presse, Videos & Wissensdatenbanken

* Die angegebenen Profile & Brancheneinträge (15 / 40 / 60+) werden über die gesamte Mindestlaufzeit von 6 Monaten aufgebaut – nicht pro Monat.

Fazit: Wissen schlägt Raten

Du kannst nicht verbessern, was du nicht misst. In 15 Minuten weißt du, ob die KI dich kennt, was sie über dich sagt und wer stattdessen empfohlen wird. Das ist kein perfektes Audit – KI-Antworten schwanken – aber es ist ein ehrlicher, kostenloser Ausgangspunkt.

Mach den Test heute. Notier deinen Baseline-Score. Und dann entscheide, ob du den Weg selbst gehen willst oder dir dabei helfen lässt. Beides ist besser, als weiter im Blindflug zu bleiben.

Häufige Fragen

Wie teste ich, ob mein Unternehmen in KI-Suchen vorkommt?

Öffne ChatGPT, Google Gemini und Perplexity und stelle dieselben Fragen, die ein Kunde stellen würde – zum Beispiel "Welche [Branche] in [Stadt] kannst du empfehlen?". Notiere für jede KI, ob du genannt wirst, an welcher Stelle, und ob die Informationen über dich stimmen. Wiederhole das mit 5–6 verschiedenen Fragen. Schon hast du ein klares Bild deiner aktuellen KI-Sichtbarkeit. Die genaue Anleitung mit Prompt-Vorlagen findest du in diesem Artikel.

Warum bekomme ich bei jeder KI eine andere Antwort?

Das ist normal und sogar zu erwarten. KI-Antworten schwanken – je nach System, Tagesform, Formulierung der Frage und aktuellen Daten. Deshalb solltest du nicht aus einer einzigen Antwort Schlüsse ziehen, sondern mehrere Fragen über mehrere KIs testen und das Ganze monatlich wiederholen. Es geht um den Trend, nicht um eine Momentaufnahme.

Welche Kennzahlen sollte ich als kleines Unternehmen verfolgen?

Halte es einfach. Für die meisten regionalen Betriebe reichen drei bis vier Werte: Wirst du bei deinen Kernfragen in den KIs genannt (dein "Baseline-Score", z. B. 2 von 12)? Steigen deine Markensuchen in der Google Search Console? Bekommst du neue Anfragen, und woher sagen die Kunden, dass sie dich kennen? Mehr braucht es zu Beginn nicht – Konsistenz ist wichtiger als Vollständigkeit.

Was mache ich, wenn ich nicht genannt werde?

Erstmal: keine Panik – damit bist du nicht allein. Eine Victorious-Studie vom Mai 2026 fand, dass rund neun von zehn Marken in KI-Antworten praktisch gar nicht genannt werden. Der Selbsttest ist dein Ausgangspunkt. Danach geht es darum, die richtigen Signale aufzubauen: klare Inhalte, Vertrauenssignale, Präsenz in Verzeichnissen und Bewertungen. Wenn du das nicht selbst stemmen willst, übernimmt regionalflat.de den Check und den Aufbau für dich – ab 299 Euro pro Monat.

Quellen

Kommen Sie in den KI-Empfehlungen vor?

Wir machen Ihren Betrieb in ChatGPT, Gemini & Google-KI sichtbar — messbar und regional.